Archiv der Kategorie: Erinnerungen

Die Bank

Nun ist es soweit: das Projekt einer Gedenkbank wurde umgesetzt.

Mitte März haben Ben’s Eltern zusammen mit dem Verantwortlichen des Lobdeburgvereins den Standplatz für Ben’s Gedenkbank ausgesucht.
Der Platz wurde mit Blick auf die Klinik, in der Ben zum Schluß noch eine gute Woche erlebt hatte und die Wohngegend seiner Kindheit und Jugend (Lobeda) gewählt. Für die ortskundingen: der Weg nennt sich Zickzackwanderweg zur Lobdeburg.

Seit dem 25.März 2022 ist die Bank nun aufgestellt.

Kurz oberhalb der Bank lädt die Lobdeburgklause zu einem Kaffee ein. Die Bank ist von dort gut sichtbar und strahlt noch in neuem Glanz!

Martina
(Hoffentlich korrekt nach den Berichten von Ben’s Eltern, leider ist es für mich ja etwas weit, um der Bank mal kurz einen Besuch abzustatten. Ich hatte sie dafür für etwa eine Woche als Hintergrundsbild in meinen täglichen beruflichen Videocalls verwendet.)

Ein Jahr ist es nun schon

Ein Jahr ist es nun schon vorbei, manchmal fühlt es sich an wie gestern, manchmal auch wie eine traurige Ewigkeit.

Viele haben sich an diesem Tag wieder an Ben erinnert.

Mehr möchte ich auch gar nicht schreiben, weil es dafür keine Worte gibt. Nur das Bild teilen, das mir Ben’s Eltern geschickt haben. Das Grab ist so liebevoll gepflegt.

Martina

Benjamin Scharf Grab 10.012022

Besuch in Jena

Besuch in Jena auf der Heimreise von meinem Sommerurlaub im Elbsandsteingebirge im September 2021.

Im September 2021 verbrachte ich meinen Sommerurlaub im Elbsandsteingebirge. Ausgelöst wurde das durch meine Corona-Urlaubsplanung im Vorjahr, aber letztlich passte es einfach:

Mein Opa kommt von dort, um genauer zu sein aus der böhmischen Schweiz also dem heutigen Tschechien und als er endlich seine Heimat wieder besuchen durfte, hatte er einige Zeit mit uns dort verbracht, um uns zu zeigen, wo er aufgewachsen war.

Benjamin Scharf Blog Martina

Nachdem meine Oma um Ostern gestorben war und damit ein Kapitel Familiengeschichte zu Ende gegangen war, hatte ich irgendwie das Gefühl, daß es paßte, genau jetzt dorthin zu fahren.

Benjamin Scharf Blog Martina

So war ich 3 Wochen dort mit dem Rucksack unterwegs- teils im Zelt, teils in einfachen kleinen Hütten, auf der Spur meiner „Familiengeschichte“. Es fühlte sich manchmal schon komisch an, stundenlang auf dem Grenzpfad zu laufen, wohlwissend, was an dieser Grenze früher alles geschehen war.

Opas früherem Wochenends-Ausflug-Familienberg statte ich auch einen Besuch ab und konnte ihn fast jeden Tag sehen.

Alleine unterwegs hatte ich auch viel Zeit zum Nachdenken und an die letzte Zeit mit meiner Oma zu denken. Sie hatte zwar ein Alter erreicht, in dem es „ok“ ist zu gehen, aber die letzte Zeit war unschön und schwer gewesen.

Innerhalb von wenigen Monaten hatte ich 2 mir wichtige Personen verloren. Und so „passte“ es wiederum auf der Heimreise einen Abstecher nach Jena zu machen.

Bens Eltern holten mich am Bahnhof ab und zuallererst „besuchten“ wir Ben am Friedhof. Das Grab liegt echt schön in seiner kleinen Niesche und ist super gepflegt, sogar die Bänder von den Schalen sind noch dort. Dann gingen wir noch essen in der Stadt und verbrachten einen langen Abend bei ihnen zu Hause.

Einerseits fühlte sich das komisch an, andererseits hatte ich genau das gleiche nach dem Tod meiner Mutter gemacht: viel Zeit mit ihren Freundinnen verbracht. Und so war es irgendwie auch richtig.
So gab es einige schmerzhafte Erinnerungen an die Krankheit, aber auch viele schöne kleine Erinnerungen. Nach den ganzen Whatsappnachrichten war es auch eifnach schön, sich mal in echt zu sehen!

Am andern Tag besuchte ich noch Jena, insbesondere die Imaginata, an der ich früher beteiligt gewesen war und schon lange mal wieder sehen hatte wollen; Ben im übrigen auch, allerdings nach mir.

Am Abend liesen sich Bens Eltern es nicht nehmen, mich nochmals am Bahnhof zu sehen und ich wurde noch mit Äpfeln und Thüringer Würsten (und Einladung zum nächsten Besuch) versorgt und es hieß dann nach diesem etwas besonderen Sommerurlaub wieder zurück in den Alltag fahren!

Martina

Benjamin Scharf Gedächtnisturnier

Wir als Eltern von Benni möchten gern unsere Eindrücke vom Gedächtnisturnier am 10.07.21 in München wiedergeben.
Zuallererst vielen Dank an Igors und sein Team für die sehr gute Organisation.
Nachdem wir gemeinsam mit Igors im Februar darüber nachgedacht haben, ein solches Turnier zu veranstalten, hat es uns sehr gefreut, dass dies so schnell zu Stande kam. Auch wir haben uns Gedanken gemacht welchen Beitrag wir zum Turnier beisteuern können. Aber dazu später mehr.

Eine der beiden gastgebenden Mannschaften des TSV Trudering mit Igors vorne in der Mitte

Da wir nicht wussten was uns in der Sporthalle erwartet, waren wir sehr aufgeregt. Doch die Aufregung war schnell verflogen, da wir von allen sehr herzlich begrüßt wurden und uns sofort wohl gefühlt haben im Kreise von Bennis Sportfreunden und deren Angehörigen. Es wirkte wie eine große Familie und wir waren mittendrinn. Wir haben gemerkt, dass Benni auch für seine Freunde beim Basketball unvergessen ist. Er hat so viel Freude am Basketball gehabt und dadurch viele neue Freundschaften geschlossen, das wurde uns beim Besuch in der Halle bewusst. Dieses schöne Turnier war ganz in seinem Sinne und er ist gewiss sehr stolz auf all die Spieler, Schiedsrichter und Gäste, die für ihn dabei waren.

Das Team vom TSV Jahn Freising – Bens früherem Verein

Die Eröffnungsreden zu Beginn des Turniers waren für uns sehr emotional, aber sehr schön, da Benni mit seiner großen Liebe zum Basketball mit all seinen Facetten als Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Freund aufgezeigt wurde. Dafür habt vielen Dank. Es macht uns sehr stolz, dass Benni auch beim Basketball in München und Jena so viele tiefe Spuren hinterlassen hat. Wir haben uns sehr aufgenommen gefühlt im Kreise seiner Sportfreunde und deren Angehörigen.

Überreichen des eigenes für das Turnier angefertigten Stein-Pokals

Zum Abschluss des Turnieres durften wir gemeinsam mit Lena und Igors die Siegerehrung durchführen. Für die Siegermannschaft wurde von unserem Steinmetz ein Pokal nach unseren Vorstellungen gefertigt. Für alle Spieler, Trainer, Schiedsrichter haben wir ein T-Shirt entworfen und mit Hilfe vieler guter Basketballfreunde diese herstellen lassen. Zur Siegerehrung konnten wir allen ein T-Shirt überreichen.

Der Siegerpokal – extra vom Steinmetz angefertigt
Auch eine Mannschaft vom USV Jena war extra angereist – hier bereits in den eigens entworfenen und gedruckten T-Shirts

Wir glauben diese Idee ist bei allen gut angekommen und die Überraschung ist gelungen, zumal wir zwei Tage vorher noch nicht wussten, ob die Shirts zum Termin fertig werden. Dafür danken wir nochmal allen Beteiligten für die große Unterstützung, besonders Bennis sehr gutem Freund Stefan Heist (Heisti), der unseren Entwurf druckgerecht für die Herstellerfirma umgesetzt hat.
Den Abend haben wir gemeinsam mit den Mannschaften und Schiedsrichtern im Biergarten verbracht. Es waren viele schöne und für uns sehr angenehme Unterhaltungen.

Das Benni nicht mehr bei uns ist, ist für uns als Eltern sehr schwer zu ertragen, doch dieser Tag bei Euch in München hat uns Kraft gegeben. Wir haben gemeinsam mit Euch an Benni gedacht und viel über ihn gesprochen. Dafür danken wir allen die dabei waren von ganzem Herzen. Benni hätte ein solches Zusammensein sehr gefallen.
Es war eine rundum gelungene Veranstaltung und vielleicht ist es möglich, das Turnier zu wiederholen.

Liebe Grüße an alle von Bennis Eltern Andrea und Dieter

Podcast zum Thema Product Owner

Product Owner – Projekt Manager – Produkt Manager – Business Analyst: Was macht eigentlich ein PO?

Im August 2020 began Bens TNG Kollege Lars Bonnes ein Experiment: Er nahm inzwischen 7 Podcasts zu fokussierten Fragestelllungen aus dem Arbeitsalltag von TNG Kolleg*innen jeweils in einer kleinen Interviewrunde auf. In der ersten Folge war Ben zu Gast und es ging um das Thema PO – Product Owner.

Freundlicherweise hat Lars diesen Podcast für die Gedenkseite zur Verfügung gestellt.

Viel Spaß beim Reinhören!

Lenas und Bens Hochzeitstanz

Corona bedingt mussten wir unsere große Hochzeitsfeier im August 2020 absagen. Wir hatten daher überlegt, unseren Hochzeitstanz nach der standesamtlichen Trauung zu tanzen. Da zu diesem Zeitpunkt jedoch eine Verschiebung der Feier in den Herbst geplant war, haben wir spontan und kurzentschlossen einen Ersatz-Hochzeitstanz einstudiert. Dieser war zu zu Can’t help falling in Love von Elvis Presley und sollte ursprünglich lediglich ein kleiner Vorgeschmack zu unserem eigentlichen (und wesentlich aufwändigeren) Hochzeitstanz zu Can’t take my Eyes of You von Frankie Valli sein.

Leider mussten wir auch unsere Hochzeitsfeier im Herbst wieder verschieben und schließlich ganz absagen, so dass wir nie dazu gekommen sind, unseren „richtigen“ Hochzeitstanz vor Publikum zu tanzen.

Umso schöner, dass wir dieses Video unseres standesamtlichen Hochzeitstanzes haben.

geschütztes Video

Das Video ist passwortgeschützt mit dem Passwort von Bens Trauerfeier gefolgt von der Ziffer 1. Wer es nicht mehr weiß, kann es bei mir erfragen.

Ein Wochenende mit Schokoladentest

Matthias und Rebecca über unser süßes Wochenende im Sommer 2020:

Corona hatte der Hochzeitsfeier von Lena und Ben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da wir beide den Termin selbstverständlich schon seit Langem im Kalender eingekreist hatten, wollten wir es uns nicht nehmen lassen, das glückliche Paar trotzdem zu sehen. Die Züge waren leer, eine Einreise aus der Schweiz noch ohne Quarantäne möglich und so machten wir uns mit reichlich unterschiedlicher, bester Schweizer Schoggi und unserer süßen Hündin Alice im Gepäck auf den Weg nach München. Auf der Agenda standen diverse kulinarische Highlights, sowie ein angemessener Verdauungsspaziergang an der Amper in Fürstenfeldbruck.

v.l.n.r: Brösel, Matthias, Alice, Lena, Ben
hinter der Kamera (offensichtlich): Rebecca

Ben hatte seiner Leidenschaft für Recherchetätigkeiten gefröhnt und einen schmucken Kleinwagen herausgesucht, den die beiden sich kürzlich gekauft hatten. Auf der Fahrt zu besagtem Spaziergang wurden wir über die zahlreichen und wissenschaftlich belegten Gründe dieser optimalen Entscheidung unterrichtet. Trotz des rundum perfektionierten Erwerbs musste Ben sich auf dem Smartphone hin und wieder rückversichern, dass die Neuzugänge unter den Angeboten seine Wahl bestätigten. Nach Abschluss des vorsorglichen und ausführlichen Verdauungsspaziergangs konnte sich den kulinarischen Orgien des Wochenendes guten Gewissens zugewandt werden. Begonnen wurde hier mit einem tollen und leckeren Abendessen im Fürstenfelder, wo Rebecca bereits mit dem Brautpaar nach deren Hochzeit diniert hatte.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen eines von Bens liebsten Themen: Schokolade! Vor dem geplanten Schokoladentasting hatten Ben und Lena mit besten Absichten noch ein Schokoladeneis gezaubert. Nach dieser Einstimmung der Geschmacksknospen auf Kakao konnte der Ernst beginnen. Ben hatte aus der gesamten Qualitätsbandbreite eine Auswahl an sieben dunklen Schokoladen auserwählt und mit einem ausgeklügelten Codierungssystem randomisiert zur Verkostung bereitgestellt.
Zunächst waren die Laien an der Reihe und so bekamen wir die Augen mit Masken verbunden, bevor uns eine Schokolade nach der anderen gereicht wurde. Das Vokabular der Bewertung reichte leider nur von „flach“, über „süß“ bis hin zu „komischer Eigengeschmack“. Gewinnerinnen standen ganz unter dem Motto „Viel Zucker hilft viel“. Rebeccas Magen hatte mittlerweile ein Veto eingelegt und es breitete sich Bedauern über den vorherigen Verzehr des Schokoeises aus. Also wurde schnell an Lena übergeben, die offensichtlich schon mehr Erfahrung mit der Verkostung gemacht hatte und das Spektrum mit Kommentaren zu Geruch, Abgang und Schmelz erweiterte. Letztlich kam der Experte an die Reihe, entlarvte sofort die Sarotti Schokolade: „Trocken, Sarotti? enttäuschender Kakao, gut übertüncht mit Zucker, Aroma okay, wenig Schmelz, klebt am Gaumen“. Bei den anderen Schokoladen wurden fachmännische Schätzungen über Kakaogehalt und -herkunft abgegeben.

Volle Konzentration auf den Geschmackssinn beim Schokoladen Test

Gewinnerin laut allen Teilnehmer:innen war Chocqlate Virgin Cacao 73%, wenn auch mehr als die Einäugige unter Blinden. Matthias widerspricht, fand eigentlich alle annehmbar und ruft bezeichnenderweise Penny Best Moments 74% zur Siegerin aus (Im Vergleich dazu Rebeccas Bewertung: „flach“). Für detaillierte Testergebnisse wende Dich gerne an Lena.

Erstplatzierte Schoggi mit Kommentaren

Mit leicht überfüllten Mägen aber einem Lächeln auf den Lippen machten wir uns auf die Heimreise. Ben hatte uns gezeigt, dass man aus der alltäglichen, unachtsamen Nascherei auch eine bereichernde Wissenschaft machen und mit seinen Freund:innen genießen kann.

Streetball in Jena

Bens Schulfreund Hans-Peter über ihre gemeinsame von Basketball geprägte Schulzeit:

Ich möchte zuerst davon berichten, wie alles begann, wie wir mehr oder weniger alle durch Benni zum Basketball kamen.

In der 7. Klasse kamen wir an der Schule zusammen in eine Klasse. Ein neues soziales Gefüge, alles musste sich erst einmal finden. Benni und ich fanden uns über Sport: Fußball, Radfahren und bei Benni vor allem Basketball. Klar haben wir im Sportunterricht Basketball gespielt, aber so richtig infiziert hat Benni mich und viele andere mit dem Basketball dann nach und nach. Auf seinen Geburtstagen (er pflegte analog zur Queen im Sommer bei bestem Wetter eine Gartenparty zu schmeißen) stand immer ein Korb parat. Es wurde dort auch nie langweilig, denn Benni kannte aus seiner aktiven Trainingszeit lustige Spiele wie Bump, bei denen man gleichzeitig seine Freiwurf-Qualitäten verbessern konnte.

In der Saison 2000/01 habe ich mit Benni mein erstes Basketball-Spiel in der Halle gesehen. Regionalliga Südost, TuS Jena gegen FC Bayern München. Ausverkauftes Haus in der Werner-Seelenbinder-Halle, denn Jena spielte um den Aufstieg und die Bayern waren einer der härtesten Konkurrenten. Ich war sofort fasziniert von der Stimmung, der Atmosphäre und dem Spiel an sich. Nicht wie beim Fußball 90 Minuten auf ein Tor warten, sondern spätestens nach 24 Sekunden ein Abschluss. Benni konnte jede noch so kleine Regel erklären und tat das mit Ausdauer. (Später hat er den Schiedsrichtern auch immer die Regeln zugerufen, wenn sie falsch gepfiffen haben). Wie sich aus dem einfachen Zuschauen ein Fansein und schließlich die Sprungball Ultras entwickelten, erzählt Benni selbst im Podcast. Begeistert vom Spiel sind wir den Jenaer Basketballern durch ganz Deutschland hinterhergefahren und hatten eine Menge Spaß.

Aber auch beim selber Spielen weckte Benni bei mir und vielen Klassenkameraden die Begeisterung für dieses Spiel. Und so verabredeten wir uns an quasi jedem Wochenende in Lobeda auf einem Court an einer Schule. Dort hingen drei Körbe nebeneinander an einer Hauswand, zwei so niedrig, dass man sich den Kopf daran stoßen musste und einer so, dass wir mit ein wenig Anstrengung unsere ersten Dunks landen konnten. Es wurde Streetball gespielt, drei gegen drei, zwei gegen zwei, je nachdem, wie viele gerade da waren. Und im Zweifel eins gegen eins bis die Sonne unterging. Benni hat uns viel (alles!) beigebracht: Den einfachen Korbleger, Box-out beim Rebound, bis hin zum Pick and Roll oder Pick and Pop. Und natürlich Trashtalk.

Der „normale Spielbetrieb“ war wohl nichts für die meisten von uns und so dribbelten wir bevorzugt auf Stein und Asphalt und unser Netz war aus Stahlketten statt Stoff. Wir haben an zahlreichen Turnieren teilgenommen, vor allem bei Midnight Fun. Zu später Stunde hatten wir aber meist wenig Konkurrenz und durften zusätzlich bei den Erwachsenen mitmischen. Auch wenn die in der Regel einen Kopf größer waren, konnte Benni uns als unser Kapitän durch seinen sicheren Wurf und seine schon damals stets positive, motivierende Art mitreißen.

Schließlich spielten wir auch bei „Jugend trainiert für Olympia“ mit und fuhren bis zur Ostthüringen-Meisterschaft, davon berichtet Der sauberste Sprungwurf. Die Abizeitung fasst Bennis Basketball-Wut wie folgt zusammen: Er hat „es geschafft, sein wichtigstes Hobby – Basketball – in der Klasse wie eine Krankheit zu verbreiten, sodass ein großer Teil der Klasse oft und ein kleinerer Teil andauernd Basketball spielt.“

Auch während Zivildienst und Studium trafen wir uns immer wieder auf dem Court, auch wenn es nach und nach weniger wurde. Schließlich wurde im Basketball-Fanclub von Science City Jena, D-Fans! Jena, beschlossen, ein paar Runden gepflegt Basketball zu spielen. Auch hier nahm Benni wie selbstverständlich die Führungsrolle ein. Als Mannschaft dachten wir laut darüber nach, in den Ligabetrieb einzusteigen. Nachdem wir aber von Midnight Fun V und dem FV Spezi in Testspielen abgekanzelt wurden, verlief sich das leider im Sande. Benni professionalisierte danach sein Spiel beim USV. Die meisten anderen rosteten derweil ein. Die Liebe zum Spiel hat aber keiner verloren.

Der sauberste Sprungwurf

Eine Erinnerung von Hans-Peter

Igors‘ Geschichte über Bennis Zeit beim TSV Trudering hat mich daran erinnert, wie wir zu Schulzeiten unser erstes richtiges Turnier gespielt haben und wie Benni schon damals wahnsinnig gut andere Menschen motivieren konnte.

Es muss in der 9. oder 10. Klasse gewesen sein und wir waren bei der Stadtmeisterschaft für „Jugend trainiert für Olympia“. Dort haben wir tatsächlich gewonnen (die Jungs vom Mathegymnasium!) und uns für die Ostthüringen-Meisterschaft qualifiziert. Dafür mussten wir nach Greiz fahren. Im Spiel gegen die Gastgeber hatte ich einen schwierigen Sprungwurf aus der Mitteldistanz von der Seitenlinie getroffen. In der darauf folgenden Auszeit kam Benni und sagte (worauf ich noch heute stolz wie Bolle bin): „Das war der sauberste Sprungwurf, den ich je gesehen habe.“ Und er hatte sicher damals schon viele gesehen 🙂